Torbalance optimieren
Im Bild links sehen Sie ein Kettenrad das durch zu starken Kraftaufwand in eine Richtung abgenutzt ist. Rechts ein neues Kettenrad zum Vergleich.
Zur Erzielung eines optimalen Torlaufes ist es meistens notwendig die Zug-Druckkraft einzustellen. Wenn Sie zum Beispiel das Tor beim Schließen mit dem Fuß Zudrücken müssen um es überhaupt verriegeln zu können, ist es für die Montage eines Antriebes nicht richtig eingestellt. Die Federspannung ist also im unteren Bereich zu stark, und dann im oberen Öffnungsbereich meistens zu schwach. Eine Verstellung der Federeinstellschrauben hat wenig Sinn, wenn die Federn durch Verstellen der Einstellschrauben verlängert werden, läßt sich das Tor unten besser schließen, aber im oberen Bereich ist die Federspannung schlechter und das Tor ist noch schwerer zu öffnen. Der umgekehrte Fall wäre wenn das Tor im unteren Teil zu schwer ist und stark zufällt, im oberen Teil sich aber spielend heben läßt. Bei den meisten Toren ist deshalb eine zusätzliche Einstellmöglichkeit vorhanden (nicht bei leichten Blechtoren) mit der die Balance des Tores eingestellt werden kann. Vor dem Einstellen ist unbedingt das Tor gegen Zulaufen wie im linken Bild gezeigt zu sichern. Im rechten Bild sehen Sie bei geöffnetem Tor den Torarm mit der Federaufhängung die mit 3 Bohrungen versehen ist, die Schraube befindet sich in der mittleren Bohrung. Zum Einstellen wird nun die Feder entspannt und ausgehängt, Danach kann die Federaufhängung durch Entfernen der Schraube und Versetzen in eine andere Bohrung geändert werden.
Im linken Bild wurde nun die Federaufhängung eine Bohrung nach oben verstellt. Wenn nun die Feder eingehängt wird, ist die Federspannung bei gleicher Einstellung der Federeinstellschraube stärker und zwar um den Bohrungsabstand. Die Feder zieht also im oberen Öffnungsbereich mehr. Diese Einstellung muß immer auf beiden Seiten gleich gemacht werden. Wenn nun das Tor geschlossen wird, das ist die Stellung des Torarmes im rechten Bild, hat die Feder weniger Spannung als vorher da sich der Federweg um den Bohrungsabstand verkürzt hat. Das Tor läßt sich unten jetzt besser Schließen, und im oberen Drittel leichter Öffnen. Wenn nun der umgekehrte Fall vorliegt, das Tor fällt unten stark zu, und oben läßt es sich leicht Heben wird bei geöffnetem Tor die Federaufhängung nach unten versetzt, das ergibt oben weniger Federzug und unten mehr. Am besten Sie probieren das mit ein paar Öffnungen und Schließungen des Tores ohne Einstellung mal durch.
Federkraftumlenkung optimieren
Im linken Bild befindet sich eine zusätzliche Einstellschraube (Pfeil oben), bei geöffnetem Tor ohne Funktion. Im rechten Bild geschlossenem Tor drückt nun diese Schraube auf die Federaufhängung, das hat die Wirkung daß die Zugrichtung der Feder nicht mehr genau durch den Drehpunkt des Torarmes verläuft (Bild links rote Linie) und das Tor sich leichter starten läßt. Wenn die Schraube herausgedreht wird läuft die Zugrichtung der Feder durch den Drehpunkt des Torarmes (Bild links weiße Linie) und die Feder kann keine Kraft in Drehrichtung ausüben. Bei Toren für die eine Verriegelung vorgesehen ist, muß diese Schraube so eingestellt werden daß das Tor unten ohne Druck anliegt. Bei sehr schweren Toren kann durch Eindrehen der Schraube der Start des Antriebes erleichtert werden. Die beste Einstellung durch Ausprobieren ermitteln, dabei immer beide Seiten gleich einstellen.

Federkraftumlenkung bei leichten Toren

Bei früheren leichten Blechtoren liegt oft die Stahlbandaufhängung der Feder am Gelenk des Schwingarmes an. Das hat die gleiche Wirkung wie die eingedrehte Schraube im oberen Bild, das Tor zieht im geschlossenen Zustand unten nach aussen , das Tor schließt unten nicht richtig. Eine Abhilfe wird durch Montage eines gebogenen Flacheisenstückes erreicht (Bild rechts), dadurch liegt das Band nicht mehr an, und das Tor schließt unten ganz.